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![]() Mens Sana in corpore sano. In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.
"Körperliche Bewegung muss Leitgedanke werden“ lautete die Forderung des Präsidenten des Deutschen Kinderhilfswerks in einem Interview mit der Neuen Osnabrück Zeitung im September 1998.
Seit Jahren – eigentlich seit Jahrzehnten – wird beklagt, dass der Umfang der körperlichen Bewegung bei Kindern und Jugendlichen rückläufig ist. Die Auswirkungen lassen sich nicht verheimlichen, sie sind – in die Zukunft projiziert – volkswirtschaftlich dramatisch.
In den Schulen wird seit langer Zeit die dritte wöchentliche Sportstunde gefordert, doch die Realität sieht leider anders aus. Im bis zum 30. Juli 2004 in Niedersachsen gültigen Grundsatzerlass über die „Arbeit in der Grundschule“ waren drei Sportstunden vorgesehen, der seit Beginn des Schuljahres 2004/05 geltende Erlass reduziert den Sportunterricht wieder auf zwei Wochenstunden.
Zwar heißt es „eine zusätzliche Sportstunde ist durch tägliche, in den Fachunterricht zu integrierende Bewegungszeiten zu gewährleisten“, doch wissen alle Praktiker, dass dieses nicht umzusetzen ist. Selbst in unserer Schule, die über einen kindgerechten Pausenhof mit zahlreichen Bewegungsangeboten verfügt, kann diese Vorgabe nicht vollständig erfüllt werden.
Es bleibt festzustellen, dass der Umfang des Sportunterrichts sinkt, obwohl die Pflichtstundenzahl in den Jahrgängen 2 bis 4 in den vergangenen Jahren jeweils um 2 Stunden erhöht wurde. Davon profitieren die Fächer Mathematik, Deutsch (je 1 Stunde zusätzlich im 2. Jahrgang) und Englisch (2 Stunden in den Jahrgängen 3 und 4), denn schließlich verbindet unsere Gesellschaft mit dem Begriff Bildung in erster Linie eine kognitive Förderung und intellektuelle Leistungen - doch wie heißt es so schön „In die Schule kommt immer das ganze Kind – nicht nur der Kopf.“
Wer in der Schule etwas gegen die Bewegungsarmut unternehmen will, findet u.a im Projekt „Bewegte Schule“ zahlreiche Anregungen. |